Kurzarbeitergeld (Kug)

Geld

Kurzarbeitergeld

Allgemeiner Überblick

Wer kann Kug beantragen?

Der Arbeitgeber oder der Betriebsrat kann bei der Agentur für Arbeit Kug beantragen. Dafür muss ein erheblicher Arbeitsrückgang eingetreten sein. Die Agentur für Arbeit muss schriftlich die Voraussetzungen bestätigen.

Die Arbeitnehmer müssen ihre Tätigkeit trotz des Arbeitsausfalls fortsetzen. Das gilt für alle normalen Arbeitsverhältnisse. Das gilt aber auch dann, wenn ein bisher befristetes Beschäftigungsverhältnis fortgesetzt werden soll oder nach erfolgreicher Ausbildung im Anschluss an die Ausbildung das Beschäftigungsverhältnis aufgenommen werden soll.

Das Arbeitsverhältnis darf also nicht gekündigt sein. Auch darf kein Aufhebungsvertrag geschlossen worden sein. Damit würde das Arbeitsverhältnis auch beendet werden.

Weiterhin dürfen Arbeitnehmer nicht vom Bezug des Kurzarbeitergeldes ausgeschlossen sein.

Schließlich muss der Arbeitnehmer durch den Arbeitsausfall einen Entgelt- (Gehalts-)ausfall erleiden.

erheblicher Arbeitsausfall

liegt offensichtlich vor, aufgrund der politisch sicher notgwendigen Entscheidungen, große Teile des öffentlichen Lebens herunterzufahren und viele Betriebe zu schließen. Dies hat nicht nur für die tatsächlich betroffenen Betriebe erhebliche Auswirkungen, sondern durch die direkten und indirekten Beeinträchtigungen für die gesamte Wirtschaft.

Eigentlich sind bei bestehenden Arbeitzeitkonten (verlinken mit Arbeitszeitgesetz) die angefallenen Arbeitszeitguthaben vor bze. während der Kurzarbeit aufzubrauchen. Unter bestimmten Voraussetzungen muss dies jedoch nicht erfolgen. Dazu siehe Merkblatt KuG der Bundesagentur = Verlinkung).

Wie lange bekomme ich Kug?

Grundsätzlich bis zu zwölf Monate. Bei Vorliegen von außergewöhnlichen Arbeitsverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt auch bis zu 24 Monate.

Wer bekommt Kug nicht?

Personen, die:

  • nicht arbeitslosenversicherungspfichtig beschäftigt sind,
  • das Rentenalter erreicht haben,
  • Personen, die Erwerbsminderungsrente oder vergleichbare Leistungen beziehen,
  • die geringfügig beschäftigt sind (450 € Jobber),
  • Teilnehmer einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme, die Arbeitslosengeld beziehen,
  • diejenigen, die Übergangsgeld erhalten,
  • schließlich bekommt man auch kein KuG während der Zeit, in der Krankengeld bezogen wird.

Was passiert, wenn ich krank werde?

Kug bekommen diejenigen, die während des Bezugs von Kug arbeitsunfähig erkranken solange der Anspruch auf Lohnfortzahlung besteht.

Wie hoch ist das Kug?

Vereinfacht gesagt, bekommt man vom Nettolohn 67%, wenn man ein oder mehrere Kinder hat, ansonsten 60%.

Bei der Berechnung wird von dem Kalendermonat ausgegangen. Es wird aus dem jeweiligen Bruttoarbeitsentgelt ein pauschaliertes monatliches Nettoentgelt ermittelt. Dabei bleiben einmalig gezahltes Arbeitsentgelt sowie Entgelt für Mehrarbeit bleiben unberücksichtigt. Lohnnebenkosten werden bei der Berechnung berücksichtigt, ebenso die in der elektronischen Lohnsteuerkarte eingetragene Steuerklasse

Wird Nebeneinkommen angerechnet?

ja und die Anrechnung führt dazu, dass man weniger Kug erhält. Aber der Bezug von Kug wird dadurch nicht ausgeschlossen. Nehmen Sie während des Beuzugs von Kug einen Nebenjob an, muss die Höhe des Nebeneinkommens unverzüglich dem Lohnbüro oder der Agentur für Arbeit angezeigt werden. Bei unterlassener Anzeige kann zu Unrecht erhaltendes Kug zurück gefordert und dafür eine Geldbuße festgesetzt werden.

Muss Kug versteuert werden?

Nein, Kug muss nicht versteuert werden.Es wird jedoch bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt, mit dem das übrige Einkommen letztlich versteuert wird.

bin ich weiter Kranken und Rentenversichert?

ja